26 04 25 Peter Rostan
Shownotes
Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.
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00:00:00: Willkommen zur Tübinger Telefonadacht.
00:00:03: Im Losungsbuch lesen wir heute aus Psalm forty-six ab Vers neun, dass Erdreich erschreckt und wird still wenn Gott sich aufmacht zu richten das er helfe allen Elenden.
00:00:15: auf Erden.
00:00:18: Stil gestanden so schreit der Unteroffizier seine Soldaten an wenn der Leutnant vor die Truppe tritt.
00:00:25: Stillstehen hat etwas mit der Anerkennung von Macht zu tun und auch im guten Sinn mit der Würdigung von Autorität.
00:00:35: Ich erinnere mich an einen Moment in Israel, damals fiel der Yom HaShoah in meine Reisezeit – das sollte man einmal erlebt haben!
00:00:44: Eine Sirene ertönt und schlagartig steht das ganze Land still, zumindest der jüdische Teil davon.
00:00:54: Autos halten an, Menschen steigen aus auf den Straßen bewegt sich niemand mehr.
00:00:59: Eine Minute lang Stillstand und Stille, nur diese Rehne ist zu hören.
00:01:07: Ein ausdruktiven Respekt vor den Toten des Holocaust.
00:01:13: Daran musste ich denken als ich diesem Seim gelesen habe das Erdreich erschrickt und wird still.
00:01:18: gemeint sind alle Menschen ja die ganze Welt.
00:01:22: alles bleibt stehen auch die Tiere die Natur das Wetter alles verharrt wenn Gott sich aufmacht, zu richten.
00:01:32: Was für ein kraftvolles Bild!
00:01:34: Ein Bild der Ehrfurcht vor der einen unüberbietbaren Autorität Gottes.
00:01:43: und das ist stärker als jede militärische Ordnung.
00:01:46: Stärker als jeder Truppe die stramm steht.
00:01:48: Stärke auch als die Menschen die am Wegrand stehen wenn ein Trauerzug vorbei zieht.
00:01:54: Und sogar noch stärker also diese eindrückliche Stille Denn es geht hier um mehr als um Respekt oder Trauer.
00:02:04: Es geht um Gottes heiligen Willen und wenn er spricht, hat alles zu schweigen.
00:02:10: Dann gibt es auch kein Verhandeln mehr, kein Geschachere, keine Deals wie man heute sagt.
00:02:15: Gott allein hat Recht!
00:02:18: Und das nicht weil er sich durchsetzt wie ein Stärke raus sondern weil die Gerechtigkeit in ihm selbst liegt.
00:02:26: Und jetzt kommt der entscheidende Punkt.
00:02:28: Dieses Richten Gottes hat ein Ziel, dass er helfe allen Elenden auf Erden.
00:02:37: Gottes Gericht ist also kein kaltes Aburteilen es ist ein Aufrichten!
00:02:44: Wenn Gott sein Recht durchsetzt dann geht es ihm gar nicht zuerst darum das Böse zu zerstören sondern den Leidenden zu helfen.
00:02:53: Ja, das Unrecht bekommt seine Grenze.
00:02:56: Die Tyrannen kommen nicht einfach davon.
00:02:58: Gewalt bleibt nicht ungesühnt!
00:03:00: Aber ja, das Herz dieses göttlichen Handelns ist ein anderes.
00:03:05: Gott will aufrichten was am Boden liegt.
00:03:11: Deshalb können wir diesen Fers auch so hören Nicht nur mit Ehrfurcht Das hoffentlich auch Sondern auch mit Hoffnung.
00:03:20: Wir dürfen uns darauf freuen dass Gottes Gerechtigkeit sich durchsetzt, denn es ist die Gerechtigkeit eines Gottes der liebt.
00:03:33: Eines Gottes, der jetzt nicht kommt um abzurechnen sondern der Menschen zum Recht verhilft.
00:03:41: und vielleicht ist das ja die eigentliche Stille von der hier die Rede ist.
00:03:47: alles andere verstummt damit endlich der hörbar wird dessen Wort wirklich zählt.
00:03:54: Ich meine Gottes rettendes und aufrichtendes Wort.
00:04:01: Mit herzlichem Gruß aus Gomeringen, Ihr Peter Rostan.
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