26 05 25 Susanne Fleischer
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00:00:00: Herzlich willkommen bei der Tübinger Tageslosung, liebe Hörerin, lieber Hörer!
00:00:05: Heute ist Fingstmontag.
00:00:07: Festlich läutet die Tageslosungen aus Psalm-Hundertseptien Vers II diesen kirchlichen Feiertag ein.
00:00:15: Mächtig waltet über uns seine Güte und die Treue des Herrn wehrt in Ewigkeit.
00:00:21: Halleluja.
00:00:23: Worin wir genau heute die Güte und treue Gottes sehen dürfen, erzählt uns der Lehrtext mit einer Zusammenfassung der Pfingstgeschichte aus Apostelgeschichte II.
00:00:34: Es wohnten in Jerusalem Juden – die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel!
00:00:41: Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen «Wir hören sie in unseren Sprachen, die großen Taten Gottes verkünden».
00:00:52: Pfingsten, das Fest des Sprachwunders.
00:00:55: Ich habe diesen Aspekt der Pfingstgeschichte immer sehr gemocht.
00:00:59: Die Sprachverwirrung des Turmbaus zu Babel ist wieder aufgehoben.
00:01:04: Menschen sprechen in der Kraft des Heiligen Geistes die Sprache der anderen und andere hören sie so dass sie alles verstehen.
00:01:15: ich mochte diesem Aspekt Auch deswegen immer so gern, weil ich neben der Theologie auch eine Zeit lang Fremdsprachen studiert habe.
00:01:23: Genauer gesagt Russisch und Tschechisch!
00:01:26: Ich liebte es mich in die Feinheiten der anderen Sprache zu vertiefen, Bedeutungsnoassen zu erforschen, Unterschiede zum Deutschen zu identifizieren.
00:01:37: Auf Begegnungsreisen kirchlicher Gruppen nach Russland und Weißrussland durfte ich manchmal Dolmetschen.
00:01:44: Das hat mich gefordert und fasziniert.
00:01:47: Und wenn Verständigung gelungen ist, war es für mich wirklich manchmal wie ein kleines Pfingstwunder!
00:01:54: Das ist alles lange her – und heute hat sich einiges verändert.
00:02:00: Auf der oberflächlichen Ebene sind Verständigungen viel einfacher geworden selbst in Fremdsprachen die man nicht beherrscht.
00:02:08: Wir ziehen einfach das Handy aus der Tasche und lassen die KI übersetzen was wir sagen wollen.
00:02:14: Aber auf der tieferen Ebene so scheint es mir ist Verständigung durchaus schwieriger geworden.
00:02:22: Heute brauche ich den Handyübersetzer und mein eingerostetes Russisch im Gespräch mit ukrainischen Geflüchteten, seit dem vollumfänglichen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine gibt es natürlich keine kirchlichen Begegnungsreisen nach Russland und weiß Russland mehr.
00:02:41: das Gespräch Ist keine Frage der Sprache, es ist keine Frage die Technik.
00:02:48: Es ist eine Frage der Verständigung über grundlegende Werte des Zusammenlebens.
00:02:56: Ich schaue nochmal genauer auf die Pfingstgeschichte und entdecke dass Menschen sich sprachlich verstehen können.
00:03:05: das passiert hier eigentlich ganz nebenbei.
00:03:09: Eigentlich geht es um viel mehr.
00:03:12: Es geht um eine große Verständigung über innerste Gewissheiten.
00:03:18: Ziel der Pfingstgeschichte ist das Zeugnis, dass die Jünger von den großen Taten Gottes geben – sie bezeugen woran Sie glauben und woran sie ihr Leben ausrichten!
00:03:30: Dieses Zeugnes erreicht die Herzen derer, die zuhören und es überzeugt sie.
00:03:36: Viele lassen sich taufen, wollen ihr Leben auch an Gott und seinen Geboten ausrichten.
00:03:42: Gottes Geist hat echte Verständigung bewirkt – Verständigungen über das woran wir unser Leben ausrichten!
00:03:52: Kann das auch heute gelingen?
00:03:55: Immerhin macht uns die Pfingstgeschichte jedes Jahr aufs Neue Mut.
00:03:59: Es ist ein Wunder Und Gottes Geis ist im Spiel.
00:04:04: Menschen können sich einig werden, sich verständigen und verstehen.
00:04:08: Sie können – wie es die Bibel erzählt – in Gemeinschaft leben und in
00:04:13: Frieden.".
00:04:14: Der heutige Feiertag bringt diese durch-unddurch hoffnungsvolle Botschaft mit sich!
00:04:19: Ich wünsche Ihnen heute einen gesegneten Pfingstmontag.
00:04:23: Ihre Pfarrerin Susanne Fleischer aus Custerdingen.
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