26 05 27 Susanne Fleischer

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00:00:00: Herzlich willkommen bei der Tübinger Tageslosung, liebe Hörerin, lieber Hörer.

00:00:05: Für den heutigen Mittwoch hören wir auf ein Bibelwort aus Zweiter Mose, Fünfzehn für elf.

00:00:11: Herr!

00:00:12: Wer ist dir gleich unter den Göttern?

00:00:15: Wer isst ihr gleich, der so herrlich und heilig ist, schrecklich, löblich und wundertätig?

00:00:23: Niemand – nur so kann die Antwort auf diese zwei Fragen lauten.

00:00:28: Weniger klar Ja, sogar ein bisschen schwierig finde ich wie man überhaupt auf so eine Frage kommen kann.

00:00:35: Herr!

00:00:36: Wer ist dir gleich unter den Göttern?

00:00:39: Gibt es denn überhaupt andere

00:00:40: Götter?!

00:00:41: Ist unser Gott nicht der einzige, der Schöpfer des Himmels und der Erde, der Anfang- und das Ziel allen Seins?

00:00:49: Wo haben da überhaupt andere Göther Platz?

00:00:54: Wer so nach ihnen fragt, ersetzt jedenfalls irgendwie voraus dass es sie gibt.

00:01:00: Tatsächlich hat unser Glaube an Gott seine Wurzeln in einer Zeit, in der viele lokale Gottheiten verehrt wurden und auch in gewisser Konkurrenz zueinander standen.

00:01:12: Erst im Laufe vieler Jahrhunderte kristallisierte sich die Erkenntnis heraus, dass der Gott Israels, der Gottes Himmels und der Erde ist – der einzige Gott, den es überhaupt gibt!

00:01:25: Und trotzdem ist der Gedanke an die anderen Götter nicht verschwunden Obwohl es sie eigentlich nicht gibt, haben wir Menschen offensichtlich die Tendenz anderes als Gott zu vergüttern.

00:01:39: Woran du dein Herz hängst?

00:01:42: Was ist dein Gott?

00:01:44: So hat es Martin Luther in seiner Auslegung zum ersten Gebot formuliert und die biblische Geschichte vom goldenen Kalb hat auch heute ihre

00:01:53: Aktualität.".

00:01:54: Donald Trump zum Beispiel vergöttert einfach sich selber und bringt ein Bild von sich als Jesus in Umlauf.

00:02:02: In seinem Umfeld, auch weit darüber hinaus wird der technische Fortschritt vergöttert – wird KI als neuer Gott des dritten Jahrtausends gesehen!

00:02:13: Entwickler glauben mit Hilfe von KI alle Probleme der Menschheit lösen zu können das Alter den Hunger ja sogar den Tod wenn eines Tages Menschen ihr Bewusstsein in eine Klaut hochladen können.

00:02:28: Aber nicht nur die Technik und der technische Fortschritt wird vergöttert, das Geld, der Besitz ist für viele so etwas wie ein Gott oder auch der Erfolg – die Schönheit, der definierte Körper und vieles mehr!

00:02:46: Herr, wer isst dir gleich unter den Göttern?

00:02:50: Die biblische Absage an die anderen Götter scheint damit zu leben, dass es solche anderen Göttner doch irgendwie gibt.

00:03:00: Auch der Lertext aus dem neuen Testament stellt das fest – Paulus schreibt in Erster Korinther VIII.

00:03:06: Obwohl es solche gibt, die Göttern genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden wie es ja viele Götters und viele Herren gibt So haben wir doch nur einen Gott, den Vater von dem alle Dinge sind und wir zu ihm.

00:03:25: Und einen Herrn Jesus Christus durch den alledinge sind – und wir durch ihn!

00:03:33: Die Absage an die anderen Götter und die anderen Herren ist auch eine Abgrenzung, eine Abwehr von Schaden.

00:03:43: An Gott glauben heißt auch Wissen woran wir nicht glauben?

00:03:48: was wir nicht verähren und nicht vergöttern.

00:03:52: Auch das dürfen wir uns, finde ich ab und zu mal klarmachen – denn nichts!

00:03:57: Und niemand ist unserem Gott gleich da es niemand der so herrlich und heilig ist, schrecklich, löblich und wundertätig.

00:04:08: Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag Ihre Pfarrerin Susanne Fleischer aus Custerdingen.

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