26 06 03 Julia Kling
Shownotes
Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen zur Tübinger Telefonandacht am dritten Juni.
00:00:05: Schön, dass wir uns gemeinsam Zeit nehmen für die Tageslosung!
00:00:11: Neulich war ich früher morgen im Halbdunkeln unterwegs.
00:00:15: Im Halbnunkel ist man vorsichtiger – Die Konturen verschwimmen, Hindernisse am Boden sieht man erst im letzten Moment.
00:00:25: Manchmal fühlt sich mein Leben ähnlich an….
00:00:29: Nicht alles ist klar, nicht alles überschaubar.
00:00:32: Mein Blick ist eingeschränkt!
00:00:34: Ich kann sehen und sehe doch nicht
00:00:37: richtig.".
00:00:39: Die heutige Tageslosung spricht eine große Zusage aus.
00:00:44: Der Herr macht die Blinden sehend.
00:00:49: So heißt es in Psalm hundred-sechsundvierzig.
00:00:56: Wir denken dabei vielleicht zuerst an Menschen, deren Augen nicht sehen können.
00:01:01: Menschen die blind geboren sind oder ihr Augenlicht verloren haben.
00:01:06: und ja in der Bibel heilt Jesus solche Menschen.
00:01:10: Jesus öffnet ihnen die Augen so wie bei Bartimeos.
00:01:14: ganz konkret, ganz real.
00:01:18: aber dieser Satz sagt noch mehr denn es gibt auch eine andere Blindheit Eine die nicht die Augen betrifft sondern unser Herz, unseren Blick auf das Leben.
00:01:30: Auf uns selbst und auf Gott!
00:01:34: Manchmal sehen wir nur noch das Schwierige.
00:01:37: Manchmal sind wir blind für das Gute weil uns Sorgen den Blick verstellen.
00:01:43: Wir übersehen Hoffnung wenn Enttäuschungen schwer wiegen.
00:01:47: Manmal sind wir blind für andere Menschen weil wir so sehr mit uns selbst beschäftigt sind.
00:01:55: Gott aber ist einer, der Augen öffnet.
00:01:59: Behutsam, geduldig – nicht mit krellem Licht sondern so dass wir es aushalten können.
00:02:05: Nach und nach erkennen wir mehr!
00:02:08: Wie beim Morgengrauen erst ist alles grau dann zeichnen sich Formen ab und langsam wird sichtbar was die ganze Zeit da war.
00:02:18: Der Herr macht die blinden sehend.
00:02:21: Gott schenkt neue Perspektive, er hilft uns noch einmal hinzuschauen das kleine wahrzunehmen.
00:02:29: einen freundlichen Blick einem Menschen der zu uns steht einen Gedanken.
00:02:34: der Mut macht einen kleinen Fortschritt.
00:02:39: Der Herr Macht Die Blinden Sehend.
00:02:42: Das heißt für mich auch ich muss nicht alles sofort erkennen Ich muss nicht alles sofort verstehen, ich darf Schritt für Schritt sehen lernen.
00:02:55: Und ich darf Gott bitten, öffne mir die Augen!
00:02:58: Für das was gut ist, für das was trägt.
00:03:01: Öffne mich die Augen – nicht für alles auf einmal aber für das, was ich heute brauche.
00:03:10: Ich lade Sie ein, dass wir gemeinsam beten.
00:03:15: Guter Gott!
00:03:16: Manchmal sehe ich nur das Dunkel.
00:03:19: Die Sorgen sind nahe die Hoffnung fern.
00:03:23: Öffne mir die Augen, für dein Wirken in meinem Leben!
00:03:27: Für das Gute, dass mich umgibt – für die Menschen, die mir beistehen.
00:03:33: Mach' mich sehend wenn Angst meinen Blick verengt.
00:03:37: mach' mich Sehend, wenn ich den Mut verliere.
00:03:40: mach' mehsehend für deine Liebe, die jeden Tag neu da ist.
00:03:46: Danke, dass du mir den Blick schenkst für das Leben, das du liebst.
00:03:52: Amen Bleiben Sie Gottbefohlen!
00:03:57: Das wünscht Ihnen Julia Kling, Pfarrerin in Blitzhausen.
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