26 06 08 Martin Kreuser
Shownotes
Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.
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00:00:01: Das Losungswort für Montag, den achten Juni steht im Buch des Propheten Jesaja Kapitel neunundvierzig der Vers vier.
00:00:10: Ich dachte ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz.
00:00:16: Doch mein Recht ist bei dem Herrn Und mein Lohn ist bei Gott.
00:00:23: Liebe Hörerinnen, lieber Hörern Jeder Mensch braucht Anerkennung.
00:00:28: Jeder Mensch braucht das man ihn sieht ihn wahrnimmt und würdigt.
00:00:33: Es ist gut, wenn wir uns einander das sagen und signalisieren können – Gut dass es dich gibt!
00:00:41: Dass du da bist, gibt mir
00:00:43: viel.".
00:00:45: Und wer im Berufsleben mit Kolleginnen und Kollegen zu tun hat der weiß positive Rückmeldung sparmt an abschätziges Urteilen zerstört.
00:00:57: Gemotze nimmt die Motivation baut auf.
00:01:02: Trotzdem bleibt es nicht aus, dass Menschen Rückschläge erleiden, das Vorhaben platzen, Pläne scheitern oder einem gar gesagt wird – wir brauchen sie nicht
00:01:14: mehr.".
00:01:16: Etwas Ähnliches muss der Verfasser unseres Kapitels im Jesaja-Buch auch erfahren haben.
00:01:23: Er ist ein geistlicher Arbeiter!
00:01:26: Er erzählt die Geschichte Gottes und unterweist in Gottes Geboten.
00:01:32: Er hält sich und anderen den Spiegel vor, wo etwas aus dem Ruder läuft und zu Unrecht wird.
00:01:39: aber man will ihn nicht hören und man will seinem Rat nicht folgen.
00:01:45: er stellt fest ich verzehrte meine Kraft.
00:01:50: mein Wirken scheint unnütz und umsonst zu sein.
00:01:55: jeder Mensch braucht Anerkennung Aber nicht um jeden Preis.
00:02:00: Man darf sich nicht abhängig machen von den Launen anderer, man sollte nicht darauf angewiesen sein bei jemandem etwas zu folgen was offensichtlich falsch ist.
00:02:13: Es passiert schnell dass man dann in einen Abwärtssog mit hineingerät.
00:02:20: Wenn jemand zur Gewalt neigt muss man sich von ihm lösen.
00:02:26: Wenn jemand von einer unersättlichen Gier beherrscht wird, darf man nicht mit tun.
00:02:34: Der biblische Erzähler weist einen anderen Weg.
00:02:38: Ich bin nicht darauf angewiesen dass man mir fortlaufend auf den Rücken klopft!
00:02:42: Ich brauche keinen der mir erlaubt das ich da bin.
00:02:46: Mein Recht ist bei dem Herrn Gott sagt ja zu mir immer schon und unumstößlich.
00:02:53: Keine Krise kann dieses Jahr je gefährten.
00:03:00: Wenn wir jemandem helfen, tun wir das aus freien Stücken!
00:03:05: Wenn wir eine Verbindlichkeit eingehen, geben wir etwas von uns – von unserer Zeit, unsere Arbeitskraft und unserer Energie.
00:03:15: Und zu Recht erwarten wir dafür einen Lohn den wir auch brauchen um leben zu
00:03:20: können.".
00:03:22: Was uns aber ganz wichtig ist für unser Miteinander, das tun wir weil wir den Impuls dazu verspüren oder weil es uns eine innere Verpflichtung ist.
00:03:34: Sollte ich mich aus der nächsten Liebe verabschieden?
00:03:37: Weil mein Gegenüber darauf nicht so reagiert wie ich es erwarte?
00:03:43: Nein!
00:03:44: Vielleicht muss ich hier und danach bessern, mein Verhalten im einen oder anderen ändern.
00:03:49: Aber Liebe geschieht nicht um das Lohnes willen!
00:03:53: Die Taten der Liebe werden gesehen, anerkannt und belohnt bei Gott.
00:03:59: Er kennt uns, er achtet uns immer und unbedingt.
00:04:04: Oder wie es in einem Kirchenlied heißt – Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehen.
00:04:11: Amen Pfarrer Martin Kreuser, Dettenhausen.
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