26 06 18 Susanne Wolf
Shownotes
Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.
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00:00:01: Herzlich willkommen zur Tübinger Telefonandacht!
00:00:04: Die heutige Tageslosung aus dem zweiten Buch Mose erinnert an die Geschichte, wie das Volk Israel in Ägypten unterdrückt wurde.
00:00:13: Der Pfarrero, der König von Ägyptien hatte Angst davor, dass die Israeliten zu zahlreich wurden.
00:00:20: Deshalb befahl er Maßnahmen um ihnen das Leben so schwer und sauer wie möglich zu machen.
00:00:26: Zuerst schickte er Hebammen zu ihnen, um bei der Geburt die männlichen Nachkommen der Israeliten gleichzutöten.
00:00:33: Die Bibel erzählt vom mutigen Widerstand der Hebammen Schifra und Pua – sie erklärten dem Pharao «die Israelitinnen brächten ihre Kinder allein zur Welt».
00:00:44: Dann kam der Pharaor auf die Idee, die Israeliten zur Zwangsarbeit heranzuziehen.
00:00:49: Sie mussten die Lehmziegel herstellen, die er für seine gigantischen Bauprojekte brauchte!
00:00:55: Das Volk jammerte und klagte.
00:00:58: Und Gott sanfte Mose mit seinem Bruder Aaron los, um dem Pharao auszurichten – lass mein Volk doch ziehen!
00:01:06: Doch Pharaot dachte gar nicht daran die Israeliten ziehen zu lassen.
00:01:10: Da kamen zehn Plagen über die Ägypter.
00:01:13: Die Israeliten aber wurden verschont.
00:01:16: Es begann damit dass alle Flüsse- und Wasserstellen sich rot wie von Blut färbten.
00:01:21: Dann sprangen überall Frösche herum.
00:01:24: Stechmücken und Ungeziefer plagten Menschen und Tiere.
00:01:28: Die Viehpässt ließ die Tiere sterben, Blattern breiteten sich aus, dann verwüstete Hagel einen großen Teil der Ernte und der sonstigen Pflanzen.
00:01:38: Erst da lenkte der Pharao ein – er versprach jetzt werde er das Volk ziehen lassen!
00:01:45: Doch dann machte er einfach weiter.
00:01:48: In Zweiter Mose neun heißt es Als der Fahrer-O sah, dass Regen, Donner und Hagel aufhörten, versündigte er sich weiter und verherrtete sein Herz.
00:01:59: Er riskierte später sogar seine Armee mit Soldaten, Pferden und Wagen als er sie den fliehenden Israeliten im Schilfmeer nach Jagen hieß.
00:02:08: Als das Meer wieder zurückkam, ertrankten Sie!
00:02:12: Die Erfahrungen mit diesem Fahrer O sind ins Gedächtnis des Volkes Israel eingegangen.
00:02:17: Sein Hass gegen Fremde Sein Wille, sie zu unterdrücken auszubeuten ja Sie sogar zutöten gehört zur Geschichte ihrer Befreiung dazu.
00:02:27: Die zahlreichen Aufrufe in der Thora den fünf Mosebüchern die Fremden nicht so bedrücken sich vielmehr um sie anzunehmen und ihnen zu helfen ihren Raum zur Entfaltung zu geben verdanken sich dieser bitteren Erfahrung mit dem Herrscher von Ägypten.
00:02:44: Für einzelne wie für die Gemeinschaft des Volkes Israel war klar, harte Herzen helfen nicht.
00:02:50: Sie richten nur Unheil an – das soll nach Gottes Willen nichts sein!
00:02:55: Gott hat Israel aus der Hand des Pharao befreit, damit sie erleben?
00:03:00: Freiheit von Gott zu bekommen bedeutet auch Verantwortung zu haben und einzusehen.
00:03:05: Solches Unheilen, solches Leid entspricht nicht Gottes Gebot.
00:03:10: Als Kinder der Freiheit kann jede und jeder dazu beitragen, dass es anders wird – im Herzen und im Zusammenleben.
00:03:18: Diese Erinnerung tut Not und sie tut gut!
00:03:21: Auch uns heute!
00:03:23: Genießen Sie also Ihre Freiheit als Kind Gottes und lassen Sie andere davon schmecken.
00:03:29: Einen gesegneten Tag wünscht Ihnen Pfarrerin Susanne Wolff von der Tübinger Stiftskirche.
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