26 07 19 Peter Rostan

Shownotes

Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.

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00:00:01: Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und grüße Sie herzlich mit dem Wochenspruch.

00:00:05: Heute ist der siebte Sonntage nach dem Drei-Einigkeitsfest, und wir lesen im Fesserbrief im zweiten Kapitel so seit Ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen!

00:00:20: Vielleicht erinnern Sie sich an Prof.

00:00:22: Helmut Thielike, er war einer der bekanntesten Theologen der Nachkriegszeit.

00:00:27: Er wirkte zunächst in Stuttgart und später in Hamburg.

00:00:30: Von ihm stammt das Buch zu Gast auf einem schönen Stern.

00:00:35: So hat er seine Lebenserinnerungen überschrieben.

00:00:39: Gemeint war natürlich zu Gast, auf der Erde!

00:00:43: Es ging mir gut, wollt ihr sagen?

00:00:45: Das war ein schönes Leben, ein schöner Stern aber ich war eben nur Gast hier.

00:00:51: Er war sich des Gaststatus, des Bewusst den wir haben.

00:00:56: Hierob drückt es sehr viel Schärfe aus.

00:00:59: unser Leben ist wie ein Schatten und bleibt nicht.

00:01:03: Ja, er hat die Endlichkeit im Blick und macht daraus eine Klage – in seiner Situation kann man das sehr gut verstehen!

00:01:12: Und der Prophet Jeremia sagt einmal wir sind davon eilende Wir sind wie ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt.

00:01:21: Da erschreckt jemand über die kurze Phase des Lebens, die eben begrenzt ist Wenn man nicht denke, beides gilt und das hat Tilike so schön zum Ausdruck gebracht.

00:01:33: Wir leben auf einem schönen Stern.

00:01:35: Wir dürfen das Leben bestaunen und genießen.

00:01:39: Und doch sind wir Gäste.

00:01:43: Paulus verstärkt diese Aussage noch wenn er mal gesagt hat unsere Heimat ist im Himmel So richtig zu Hause sind wir erst dort ruft uns Jesus auch hier und heute schon als sie jetzt lebenden, bereits in das Reich des Vaters.

00:02:02: Uns ist zugesagt eben dass wir nicht mehr Gäste- und Fremdlinge sind wie der Fässerbrief es ausdrückt sondern dass wir bei Gott schon jetzt Heimat haben.

00:02:14: Hier und Jetzt!

00:02:16: Dass wir ja schon jetzt in dieser ziemlich unstehten Zeit gar nicht mehr in einem Gaststatus sind auch schon beheimatet sind, zu Hause sein dürfen.

00:02:28: Wir sind nämlich berufen in die Gemeinschaft mit Jesus und auch in der Gemeinsschaft mit all jenen zu leben, die ihr Leben ihm anvertraut haben genauso wie wir es tun.

00:02:39: Ja?

00:02:40: Die brauchen Heimat!

00:02:42: Und mit Heimat meine ich hier nicht nur ein Land oder einen Dorf, in dem wir leben sondern auch eine geistliche Heimat.

00:02:49: Das erleben wir immer, wenn wir spüren... Wir gehören zusammen.

00:02:53: Hier sind Christen mit denen ich zusammen Gott loben kann im Gottesdienst oder im Gebet oder auch mal in aktiven Handeln und wir spühren einen Gleichklang und eine Geborgenheit die man Heimat nennen kann.

00:03:08: Sowas tut gut!

00:03:09: Auch hier und heute schon.

00:03:11: Und so ist unser gemeinsames Anliegen dass unsere Erde dieser schöne Sternen wie Thylike sie benennt auch eine irdische Heimat und ein schönes Land sein und bleiben kann.

00:03:25: Und wir wollen uns auch derer annehmen, die wie flüchtige Wanderer davonlaufen weil sie auf der Suche sind – auf der suche nach Geborgenheit und nach Verlässlichkeit!

00:03:34: Und doch gilt es und bleibt es wahr.

00:03:40: Unsere letzte Heimat ist eben nicht hier sondern im Himmel.

00:03:45: Dort ist das äußerste Maß an Geborganheit.

00:03:48: Richtige Beheimatungen im Vollsehen des Wortes erleben wir doch erst, wenn wir Gott von Angesicht zu Angesichts sehen.

00:03:57: Dann sind wir nun wirklich nicht mehr Gäste und Fremdlinge sondern Gottes Hausgenossen und Mitbürger der Heiligen!

00:04:06: Ich wünsche Ihnen einen schönen und gesegneten Sonntag.

00:04:10: Ihr Peter Rostan aus Gomeringen.

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