26 07 17 Sven Kahrs

Shownotes

Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich Willkommen zur Tübinger Telefonandacht, immer am Freitag zu Gast in Norddeutschland bzw.

00:00:06: aktuell aus Afrika.

00:00:08: Guten Tag!

00:00:09: Sie hören eine Andacht aus Tim der Rett in Kenia am freitag den siebzehnten Juli.

00:00:13: Seien Sie herzlich willkommen.

00:00:15: Die Behörerinnen und Behörern.

00:00:17: Gott wo bist du?

00:00:18: Siehst Du nicht das es hier unten wirklich brennt?

00:00:21: Krieg und Gewalt Eine Katastrophe jagt die Nächste Gott.

00:00:26: Wo Bist Du?

00:00:27: Kümmerst Dich noch was hier unten auf Erden geschieht?

00:00:30: Oder hast du dicht gemacht, hinter dir die Tür zugezogen und den Himmel

00:00:35: verschlossen?".

00:00:37: So oder so ähnlich könnte man beten beim Blick in die Welt.

00:00:41: Wo ist Gott?

00:00:42: Warum hält er sich heraus aus allem und mischt sich nicht ein?

00:00:47: Wir sind mit diesen Fragen nicht allein!

00:00:49: Viele Generationen vor uns haben schon so gefragt – auch die menschenden.

00:00:53: biblischen Zeiten haben somit Gott gerungen Besonders das Volk Israel nach dem Untergang und in der Zeit des Babylonischen Exiles.

00:01:04: Diese Zeiten sind nun vorbei, die Menschen kehren zurück in ein zerstörtes Land.

00:01:08: Es sind neue Zeiten, beschwerliche Zeiten des Wiederaufbaus – und wieder ein Ringen mit Gott!

00:01:16: In dieser Phase der Geschichte Israels entsteht der dritte Teil des Jesaja-Buches.

00:01:22: Der Prophet erinnert an Zeiten der Bewahrung wie Gott durch Mose das Volk aus Ägypten befreit hat.

00:01:29: Und er ruft dazu auf, den Blick wieder nach oben zu richten – sich neu auf Gott einzulassen!

00:01:36: In den Worten der Tageslosung für heute So schau nun vom Himmel und sie herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung.

00:01:44: Wo ist nun dein Eifer und deine Macht?

00:01:47: Noch fühlt Israel sich Gott verlassen Wie ein Kind ohne Eltern ausgesetzt in einem Land, das einmal die Heimat war und nun zur Fremde geworden ist.

00:01:58: Fragende klagende Gebete!

00:02:02: Und die Erinnerung – Du bist doch unser Vater, unser Erlöser.

00:02:07: Wir wollen es neu mit Dir

00:02:08: wagen.".

00:02:10: Martin Luther würde sagen sie reiben Gott mit seinen Verheißungen die Ohren.

00:02:15: wie ein Kind dass den Vater oder die Mutter an ein gegebenes Versprechen erinnert beten sie drängend und ausdauernd, im wahrsten Sinne unverschämt.

00:02:27: So erlebe ich es hier unter den Brüdern und Schwestern in Kenia!

00:02:31: Ich erlebe behauliche Gebete für kranke Verwandte, für Regen zur rechten Zeit eine gute Ernte – und genauso dafür, dass viele Menschen mit der guten Nachricht von Gottes Liebe erreicht werden mögen.

00:02:45: Behauliches Beten!

00:02:46: Meistens nicht durch Pastorinnen oder Pastoren.

00:02:49: Die haben in den Gottesdiensten die Aufgabe zu predigen.

00:02:53: Nein, es beten Menschen aus der Gemeinde!

00:02:56: Oft sind es Frauen, die genau hinhören wenn Gebetsanliegen gesammelt werden.

00:03:02: Die auch genau darauf achten dass der Dank nicht zu kurz kommt.

00:03:06: Dass wir uns eben genauso wie das Volk Israel daran erinnern was Gott uns Gutes getan hat.

00:03:14: Dieses Beten verändert Menschen.

00:03:17: Es lässt sie bei allem schweren den Kopf heben und von Gott das Beste erwarten.

00:03:23: Von Gott dem Vater, der uns nicht allein

00:03:25: lässt.".

00:03:27: Ein Versprechen an dass Jesus seine Jünger in seiner langen Abschiedsrede erinnert.

00:03:32: Davon spricht der Leertext für heute aus dem Johannes Evangelium.

00:03:37: Jesus spricht, ich will Euch nicht als Weisen zurücklassen!

00:03:40: Ich komme zu

00:03:41: Euch!".

00:03:43: Es ist ja so – manchmal scheint uns der Himmel verschlossen.

00:03:48: Wir verstehen Gott nicht, fragen uns was sein Plan ist mit uns und der Welt.

00:03:53: Fühlen uns verweist, allein gelassen!

00:03:57: Dann kann es uns genauso helfen, uns zu erinnern – am besten gegenseitig als Gemeinde an alles das, was Gott schon für uns getan hat.

00:04:09: Uns in Deutschland tut es gut wenn wir uns an den Frieden erinnernen indem wir in unserem Land schon seit mehr als achtzig Jahren leben dürfen Wenn wir uns an die Möglichkeiten erinnern, die unsere Kinder haben – an den medizinischen Standard.

00:04:24: An die Sicherheit und unser tägliches Brot!

00:04:28: In vielen Ländern ist das keine Selbstverständlichkeit auch hier in Kenia nicht.

00:04:34: Immer wieder höre ich hier in Gebeten wie die Menschen Gott für scheinbar ganz alltägliches danken und dabei betonen dass sie das eben nicht für selbstverständlich hinnehmen

00:04:45: wollen.".

00:04:47: Und so ändert sich auch unsere Perspektive.

00:04:50: So hebt sich unser Blick zu Gott unserem Vater, der weiß was seine Kinder brauchen.

00:04:58: Kommen Sie gut durch diesen Tag in Vertrauen auf Gott und unter seinem Segen!

00:05:04: Ihr Pastor Sven Karz.

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