26 07 13 Fabian Kunze

Shownotes

Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.

Transkript anzeigen

00:00:01: Sie hören die Tübinger Telefonandacht.

00:00:03: Herzlich willkommen, schön dass sie da sind!

00:00:06: Ich stand schon mal vor Gericht.

00:00:10: Okay nicht als Angeklagter sondern als Zeuge aber auch das muss ich sagen war eine angespannte Situation.

00:00:19: Auch da wird man ordentlich und tief befragt.

00:00:23: Ich musste auf Fragen antworten, die mir unangenehm waren Auf die ich am liebsten gar nicht geantwortet hätte.

00:00:29: Schon gar nicht öffentlich.

00:00:31: Man fühlt sich ein kleines bisschen wie unter Verdacht.

00:00:35: Aber das macht ja auch Sinn, es wird schließlich möglichst unvereingenommen geprüft ob und wer die Wahrheit sagt was wirklich Sache ist.

00:00:45: Und am Ende wird ein Urteil gesprochen anhand von festen Regeln.

00:00:50: Ja!

00:00:51: Es gibt einen Spielraum aber jedes Urteil bei uns hat einen festen Rahmen.

00:00:57: Von wegweisenden oder strittigen Gerichtsentscheidungen liest man in diesen Tagen häufiger.

00:01:05: Da ging es neulich um die Aufhebung der Rotsperre des US-amerikanischen Fussballers Balogan bei der WM, da ging es um Marine Le Pen in Frankreich – um ihre Schuld und auch um die Frage ob und unter welchen Umständen sie als Präsidentschaftskandidatin zur Verfügung steht.

00:01:25: In regelmäßigen Abständen lesen wir von Entscheidungen des US-amerikanischen Supreme Court über Donald Trump.

00:01:32: Und, wir fragen uns bei all dem genauso regelmäßig ist das jetzt ein richtiges, ein gerechtes und unabhängiges Urteil gewesen?

00:01:45: Im Lehrtext für heute spricht Jesus, mein Gericht ist gerecht!

00:01:50: Denn ich suche nicht meinen Willen sondern den Willen dessen der mich gesandt

00:01:55: hat.".

00:01:57: Jesus richtet, aber nicht nach eigenen Befindlichkeiten oder Stimmungen.

00:02:02: Sondern er hält sich an den Willen seines Vaters.

00:02:06: Da ist keinerlei Willkür oder gar Eigeninteresse sondern reine Zugewandtheit.

00:02:13: Jesus ist kein unberechenbarer Richter der nach eigenen Launen entscheidet.

00:02:18: Sein Handeln gleicht dem eines Sohnes, der dem Vater genau zuschaut und dessen Handwerk er

00:02:24: lernt.".

00:02:25: Er ist ganz ober für den Willen Gottes.

00:02:29: Was könnte das für uns bedeuten?

00:02:32: Wenn wir bei den Urteilen, die wir jeden Tag treffen – sei es bei Entscheidungen innerhalb unseres Jobs der Familie oder mehr noch wenn wir andere Menschen beurteilen und einordnen oder auch verurteilen dann können wir uns auch an diesem Richter orientieren indem wir nicht uns selbst als Maß aller Dinge sehen indem wir versuchen hinter die Fassade zu blicken, zugewandt und freundlich.

00:03:01: Wenn wir uns nicht über andere erheben sondern wie Jesus mit unserem Urteil Leben ermöglichen und Heilung bringen möchten.

00:03:10: Das Ziel des Gerichtes ist das Leben.

00:03:15: Darum ist der Sohn, darum Christus der Richter, darum hat Gott ihm das Gericht übertragen weil er die Sünde aller all das Verletzte und Verletzende in seinem Tod getragen und in seiner Auferstehung verwandelt und ins Leben geführt hat.

00:03:33: Mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen sondern den Willen dessen der mich gesamt hat!

00:03:41: Vor so einem Gericht müssen wir keine Angst haben weil zwar schon alles auf den Tisch kommt aber niemand lacht, niemand verachtet, niemand verteilt.

00:03:55: Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt.

00:03:58: So dichtete Jochen Klepper weil der Richter selbst parteiisch ist und auf unserer Seite steht.

00:04:06: Ganz viel Zuversicht wünsche ich ihnen heute Und der Erfahrung dass sie gnädig angeschaut werden.

00:04:12: ganz egal was war und was isst.

00:04:15: Danns wünscht ihnen Fabian Kunze ihr Pfarrer aus ofterdingen.

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