26 07 16 Fabian Kunze
Shownotes
Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.
Transkript anzeigen
00:00:01: Sie hören die Tübinger Telefonandacht.
00:00:03: Herzlich willkommen, schön dass sie da sind!
00:00:07: Eine Adoption auf dem Sterbebett.
00:00:12: Jesus sollte da eigentlich besseres zu tun haben – da am Kreuz.
00:00:17: Verlassen von seinem Vater und von den vielen, die ihm überall hin folgen wollten unter Schmerzen und Verachtung direkt am allerletzten Ende seines irdischen Lebens.
00:00:29: Jesus sollte besseres zu tun haben, hat er aber nicht.
00:00:35: Das war es doch was er immer wollte da sein sich sorgen sich kümmern.
00:00:42: und so wendet er sich den Zweien zu die da bang und verzweifelt zu ihm hoch blicken.
00:00:48: Und jesus spricht zu seiner mutter Frau siehe das ist dein Sohn.
00:00:54: Danach spricht er zu dem Jünger siehe dass ist deine Mutter Und von der Stunde an nahmen sie der Jünger zu sich.
00:01:05: Da gibt es so viele verschiedene Konstellationen und Beziehungsgeflechte innerhalb von Familien, unfassbare Liebe und uneingeschränkte Freude aneinander, Verletzungen – sich ungerecht behandelt fühlen, gegenseitiges Genervt sein, zu viel anschweigen oder zu viele Worte.
00:01:28: Oft Ich stehe zu dir.
00:01:30: Ich bin auf deiner Seite, egal was ist du kannst mir alles sagen ich verlasse dich nicht und dann wieder das gehört mir mir doch egal.
00:01:41: Und hast du mal fünfzig Euro?
00:01:44: Und leider manchmal sogar mit dir will ich nichts mehr zu tun haben.
00:01:50: Familien sie können unsere größte Stütze sein unser Halt im Sturm oder eben auch das Gegenteil.
00:01:59: Doch unsere Familie besteht oft aus so viel mehr als aus den Eltern und den Kindern.
00:02:05: Wir haben vielleicht Schwiegereltern, für die wir wie eigene Kinder sind!
00:02:11: Wir haben Freunde, die uns so nahe stehen, als wären sie eine Schwester oder ein Bruder.
00:02:17: Nachbarn kümmern sich um uns, schauen nach uns, fahren uns zum Arzt – obwohl wir eigentlich gar nicht verwandt sind.
00:02:26: Familien Manchmal Schicksalsgemeinschaften, größte Loyalität und manchmal die größte Herausforderung.
00:02:36: Und manchmal einfach diejenigen bei denen wir uns sicher fühlen – wo wir uns anlehnen können, wo wir jederzeit anrufen können Jesus unser Bruder der erstgeborene Sohn von Gott, der auch unser Vater ist.
00:02:56: Und hier weist Jesus seine leibliche Mutter und seinen Bruder Johannes im Geister einander zu.
00:03:05: Zwei Trauernde, die jetzt gemeinsam trauern dürfen!
00:03:09: Zwei Einsame, die für einander da sein dürfen – einander versorgen, einander Heimat sein und Heimat geben.
00:03:19: Wer sind denn nun meine Eltern und meine Geschwister?
00:03:24: Das fragt Jesus auch mal an anderer Stelle auf seine besten Freunde, die mit ihm umherziehen.
00:03:32: Die sein Leben teilen und seine Launen – und die seinen Glaubenteilen an den gemeinsamen Vater im Himmel!
00:03:40: Wir dürfen für einander Familie sein, einander festhalten, einandern Gesellschaft leisten, miteinander leben und leiden und lachen.
00:03:52: Mit wem könnten denn sie sich mal zusammentun?
00:03:56: Es muss ja nicht gleich eine Adoption für die Ewigkeit sein, aber vielleicht ja einfach mal für heute.
00:04:03: Vielleicht sehen Sie jemanden dem einfach ein bisschen Gesellschaftgut täte wie Ihnen selbst.
00:04:09: vielleicht auch dass sie immer jemanden haben der für sie da ist das sie erfahren dürfen wie Jesus Ihr Bruder an sie denkt und sie gut versorgt wissen will.
00:04:21: Das wünscht ihnen Fabian Kunze ihr Pfarrer aus ofterdingen.
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