26 07 14 Fabian Kunze
Shownotes
Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.
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00:00:01: Sie hören die Tübinger Telefonandacht.
00:00:03: Herzlich willkommen, schön dass sie da sind!
00:00:07: Jenny war vierundzwanzig Jahre alt als sie den Entschluss fasste nicht länger Teil des klassischen Alltags zu sein – Die Stadtwohnung der tägliche Weg ins Büro, die immergleichen Abläufe.
00:00:21: das alles fühlte sich für sie nach Stillstand an.
00:00:25: Als Programmiererin konnte sie ortsunabhängig arbeiten und genau das wollte sie nun auch tun, leben, reisen und frei sein.
00:00:37: Jennys Zuhause ist heute dort wo sie ihr Zelt aufschlägt.
00:00:41: Mal steht sie auf einem einsamen Strand in Portugal mal im Wald in Schweden Und dann wieder auf einen Bauernhof in Griechenland oder einem Zeltplatz in der Britanie.
00:00:54: Viele aus meinem Umfeld erklärten mich für verrückt erinnert sich Jenny Und die ersten Monate waren natürlich eine Herausforderung.
00:01:02: Wetter, Technik, Stromversorgung – vieles muss man lernen und planen!
00:01:08: Aber mit der Zeit wird es Routine.
00:01:10: Und die Freiheit jederzeit aufzubrechen oder zu bleiben ist unbezahlbar.
00:01:18: Das wäre doch was?
00:01:19: Oder leben im Zelt in der Natur, in
00:01:23: Freiheit?!
00:01:25: Na gut, vermutlich wäre das bei den meisten trotzdem nicht der Lebensstil Ihrer Wahl.
00:01:31: Aber wissen Sie was?
00:01:32: Gott wäre wohl ebenfalls in der Gruppe der Zeltbewohner zu finden!
00:01:38: In der Offenbarung lesen wir wird ihr Gott
00:01:54: sein.".
00:01:57: Wo Martin Luther hier Hütte übersetzt, sollten wir uns eher ein Zelt vorstellen.
00:02:03: Nur gibt es da einen Unterschied zu Jenny – Gott ist zwar auch beweglich und er braucht auch keinen Palast für sich aber er sucht nicht die Einsamkeit sondern er suchts unsere Nähe!
00:02:18: Er zieht uns hinterher.
00:02:20: Gott schlägt sein Zelt mitten in der Stadt auf sozusagen, mitten unter Leuten umgeben von denen die er liebt und denen er nahe sein möchte.
00:02:31: Und er bleibt dort!
00:02:34: Eine große Wohngemeinschaft aller am Ende aller Tage.
00:02:39: Da spaziert der Nachbar vorbei, lädt sich spontan zum Kaffee ein bewundert die neue Frühlingsdeko da bringt jemand einem Stück Kuchen vorbei Andere treffen sich zum Spielenachmittag oder zum Gemeinsamen singen.
00:02:53: Zu mir?
00:02:53: Oder zu dir?
00:02:55: Ganz egal, alle haben Platz!
00:02:57: Da gibt es kein Penthouse für den überreichen Konzernchef keine Wellblechhütte für die arbeitslose Großfamilie und nicht mal Gott beansprucht eine Extrawurst oder ein Extra-Glamping-Zelt für sich.
00:03:13: Du bist mein und ich bin dein sagt er.
00:03:16: Wir gehören zusammen sind füreinander da.
00:03:20: Friede, Heil, Heimat – zu Hause sein ohne Angst und ohne Bedingungen!
00:03:28: Diese Perspektive macht kein Unrecht hier auf Erden ungeschehen aber sie motiviert mich diesen Gott der eines Tages mein Nachbar sein wird schon heute kennenzulernen und an dieser großen Zeltstadt schon heute mitzubauen Sie schon jetzt zu leben Dass sie sich in ihrem Zuhause und ihrer Umgebung wohlfühlen.
00:03:53: Und dass Sie sich schon jetzt darauf freuen, Gott ist schon auf dem Weg zu ihnen um bei Ihnen zu wohnen.
00:04:00: Das wünscht Ihnen Fabian Kunze Ihr Pfarrer aus ofterdingen.
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