26 07 22 Peter Rostan

Shownotes

Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.

Transkript anzeigen

00:00:00: Liebe Hörerinnen und Hörern der Thübinger Telefon an.

00:00:03: Dacht, wir hören heute auf Matthäus XV Vers.

00:00:07: thirty-one den Leertext aus dem Losungsbuch.

00:00:11: Das Volk verwunderte sich als sie sahen das die Stummen redeten, Die verkrüppelten gesund waren, Die Lamen gingen und die blinden sahen.

00:00:21: Und sie priesen den Gott Israels.

00:00:25: Es geht dabei um die Taten Jesu Und diese Auflistung greift alte Verheißungen auf, prophetische Sprache.

00:00:32: Wieder und wieder findet sich im alten Testament die Vision das Eins der Tag kommen wird an dem es kein Leiden mehr gibt keine chronischen Erkrankungen, keine Vergrüppelung, keine bleibenden Einschränkung eine Welt in der Gottes Heil alles durchdringt.

00:00:50: Wir müssen uns zunächst klarmachen was es damals hieß blind zu sein oder bewegungsunfähig.

00:00:57: Wer von Ihnen vielleicht schon einmal in einer Großstadt der sogenannten Dritten Welt unterwegs war, kann das vielleicht erahnen.

00:01:04: Vielen bleibt dort nur die Battle-Liei – der Ruf noch ein paar Almosen, der Schrei nach Aufmerksamkeit.

00:01:14: und ja diese Welt ruft nach Erlösung!

00:01:18: Und ich finde sie schreit nicht nur zu den Menschen, die an ihr vorbeigehen.

00:01:22: man hat manchmal den Eindruck wenn man Bettler am Straßenrand sitzen sieht, im Fernsehen oder vielleicht sogar mit eigenen Augen.

00:01:29: Menschen die gar keine Chance haben aus eigener Kraft für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

00:01:36: Dass diese Menschen ihre Hand nicht nur den vorübergehenden Entgegenstrecken damit vielleicht jemand was reinlegt.

00:01:42: Nein sie strecken auch ihrer Hand zum Himmel aus!

00:01:46: Mit einer tiefen Sehnsucht nach Erlösung und Rettung.

00:01:50: Sofern Sie überhaupt noch die Kraft dazu haben.

00:01:54: Ja ich weiß Es gibt Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die nicht ständig daran erinnert werden wollen.

00:02:02: Schon gar nicht durch die Kirche oder den Pfarrer!

00:02:05: Menschen, die eben nicht durch ihren Mangel definiert werden wollen, nicht durch das was ihnen fehlt und was sie nicht können.

00:02:12: Und Sie haben damit recht – deshalb spricht man heute auch nicht mehr von Behinderten sondern von Menschen mit Behinderungen.

00:02:19: Nicht nur von Blinden, sondern vom Menschen mit eingeschränkten oder fehlendem Seevermögen.

00:02:25: Gerade bei Menschen, die nicht sehen können finden sich ja auch oft erstaunliche Fähigkeiten.

00:02:31: Im Hören, im Wahrnehmen und auch im Gespür für andere Menschen, für Zwischentöne.

00:02:38: Und doch denke ich manchmal ist es gut und richtig auch das Leiden beim Namen zu nennen.

00:02:45: Es eben nicht schön zu reden.

00:02:47: Nicht so etwas Heldenhaften umzudeuten sondern anzuerkennen dass es Leiden gibt, das zum Himmel schreit und sich nach Erlösung sehnt.

00:02:58: Und genau dieses Leiden wird in unserem Bibelwort angesprochen – und die Menschen priesen den Gott Israels als sie sahen was Jesus tat!

00:03:09: Denn Sie entdeckten in Jesus von Nazareth Gott selbst.

00:03:14: und vor allem aber entdecken sie Gott hat noch etwas vor auch mit denen, die längst abgeschrieben

00:03:19: waren.".

00:03:21: Gott beginnt etwas Neues und darum haben Menschen allen Grund zur Hoffnung, wenn sie auf Gott und sein kommendes Reich setzen.

00:03:29: Jedes Reich, das die Propheten schon lange angekündigt haben und dass Jesus zumindest zeichenhaft, andeutungshaft exemplarisch an einzelnen Menschen durch eine Heilung sichtbar werden ließ.

00:03:45: Ja mit Jesus ist das Reich Gottes angebrochen!

00:03:49: Aber es ist noch nicht vollendet.

00:03:51: Noch steht seine Wirklichkeit in Spannung zu unserer gegenwärtigen Welt, sie ist eine Gegenwirklichkeit.

00:03:57: Noch gibt es Mangel-, Schmerzen- und lebenslanges Leiden!

00:04:02: Aber wir dürfen schon jetzt wissen Gott hat tatsächlich noch etwas vor mit uns.

00:04:07: Und wir kennen auch schon sein Gesicht, denn der, der einmal alles neu machen wird, hat sich in Jesus Christus längst vorgestellt.

00:04:16: Mit herzlichen Grüßen, Ihr Peter Rostan aus Gomeringen.

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