26 09 13 Hartmut Dinkel

Shownotes

Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.

Transkript anzeigen

00:00:01: Liebe Hören und Hörer, herzlich willkommen zu unser Telefonandacht heute am Sonntag den dreizehnten September.

00:00:08: Ich möchte mit Ihnen über den Wochenspruch für die kommende Woche nachdenken der uns auch heute in unseren Gottesdiensten beschäftigt.

00:00:17: er kommt aus dem ersten Petrusbrief Kapitel V Vers sieben.

00:00:23: dort heißt es alle eure Sorgen werft auf ihn denn er sorgt für euch.

00:00:31: Liebe Hörn-Hörer, das war ein großer Jubel als im Jahre.

00:00:38: Die junge deutsche Yamisi Mabri bei den Olympischen Spielen in Paris die Kugel auf genau zwanzig Meter stieß.

00:00:50: sie erhielt damit die Goldmedaille in diesem olympischen Wettbewerb des Kugelsstoßens.

00:01:01: Bei den Frauen wiegt vier Kilogramm.

00:01:04: Das ist richtig schwer!

00:01:07: Und trotzdem hat diese junge Frau die Kugel genau zwanzig Meter weit gestoßen und damit den Olympiasieg errungen.

00:01:16: Das Schöne dabei, diese Frau ist bekennende Christin und hat aus ihrem Glauben an Christus auch bei allen Interviews, Mit ihr Gehalten wurden keinen Hell gemacht.

00:01:28: Mutig und Tapfer hat sie sich zu ihrem Glauben bekannt.

00:01:34: Jemand hat die Kraft, in diesem Fall eine Kugel, einen Vier Kilogramm schwere Kugeln weitzustoßen.

00:01:43: Wir werden in diesem Wochenspruch auch eingeladen etwas was schwer wiegt, etwas das wir als Last empfinden zu werfen von uns zu stoßen.

00:01:55: All eure Sorge werft auf ihn Denn er sorgt für euch.

00:02:00: Es geht um die Sorge, das Wort Sorge kommt im althochdeutschen vom Wortsperre oder Hindernis.

00:02:08: Das heißt wenn wir uns Sorgen starren wie auf ein Hinderniss eine Sperre Die uns den Weg verbaut Ein Hindernisses lässt mich erstarren es gibt keine Bewegung mehr in dem Leben kein Aufbruch und keine Hoffnung.

00:02:23: Da wacht man zum Beispiel mitten in der Nacht auf und plötzlich sind sie da, die Gedanken, die alles in tiefschwarzen Farben malen und scheinbar keinen Ausweg offen lassen.

00:02:33: Die Sorge um die Zukunft, die Sorge uns Geld vielleicht um den Arbeitsplatz, die sorge um Kinder, die Sorgen um Gesundheit, die sorge um die weltpolitische Lage.

00:02:43: wie ein Karussell drehende Gedanken sich um sich selbst und werden immer größer.

00:02:48: Ein Schleier der Lähmung legt sich über alles.

00:02:50: einen Ausweg scheint nicht möglich.

00:02:53: Sorgen binden mich.

00:02:55: Sie nehmen mich in Besitz, ich bin besetzt und gelähmt.

00:02:59: Es ist keine Bewegung mehr da im

00:03:02: Leben.".

00:03:04: Und nun macht uns dieses Bibelwort Mut diese junge deutsche Kugelstoßerin uns zum Vorbild zu nehmen die ihre Kugeln einfach von sich schleudert.

00:03:15: Unser Bibelwirt sagt all Eure Sorge wirft auf ihn – auf Gott!

00:03:21: Das ist ein sehr aktiver Vorgang.

00:03:24: Wir können Gott die Sorgen überwerfen, wie der Reiter einem Pferd die Satteldecke überwirft, meint Martin Luther einmal.

00:03:32: Und welchen diesem Sinne zu einem Werfenden werde?

00:03:36: Wo sind die Sorben dann?

00:03:39: Sie sind bei Gott!

00:03:41: Er lässt sie nicht einfach verschwinden – er macht sie zu seinen eigenen Sorgen weil ihm sehr viel an mir

00:03:46: liegt.".

00:03:49: Jesus geht mir zu verstehen, du musst nicht dein eigener Schöpfe und Erhalter sein.

00:03:54: Was du jeden Tag tust und was dir täglich widerfährt das ist eingeschlossen in die große alles umgreifende und tragende Fürsorge deines Gottes.

00:04:05: er hat andere Möglichkeiten als Du und deshalb sind Deine Sorgen bei ihm gut aufgehoben.

00:04:13: Martin Luthers Frau Kete hatte immer auch viele Sorgen um ihren Mann vor allem um seine Gesundheit Schlutterschreibt ihr einmal aus Eisleben in einem Brief, nachdem ihm zugeteilt und zugebracht wurde dass seine Frau sich ständig um ihn sorge.

00:04:30: Er schreibt ihr im Brief Liest du liebe Käte des Johannes Evangelium und den kleinen Katichismus von dem Du einmal sagtest es ist doch alles in dem Buch zu mir gesagt.

00:04:42: Was willst du Käte für deinen Gott sorgen gerade so als wäre er nicht allmächtig?

00:04:48: Dieser Gott der da zehn Doktor Martinus erschaffen könnte, wenn er eine alte in der Saale ersöffelt oder im Ofenloch umkäme.

00:05:01: Lass mich zufrieden mit deiner Sorge!

00:05:03: Ich habe einen besseren Sorge als du und alle Engel sind, der liegt in der Krippe und hängt an einer Jungfrauenbrust, sitzt aber gleichwohl zur rechten Herrn Gottes des allmächtigen Vaters.

00:05:16: Drum sei

00:05:18: zufriedend.".

00:05:20: So hat das Martin Luther gesehen, so hat er seine Sorgen auf Gott geworfen und seiner Frau Mut gemacht es ihm nachzutun.

00:05:29: Das Gleiche will auch uns sagen – all Eure Sorge werft auf ihn den Ersort für Euch!

00:05:35: In diesem Sinne grieße Sie herzlich Ihr Pfarrer Hartmut Inkel aus Gomaringen.

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