26 07 28 Hildegard Renovanz-Grützmacher
Shownotes
Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.
Transkript anzeigen
00:00:02: Seien Sie willkommen.
00:00:03: zur Tübinger Telefonandacht.
00:00:05: Ich bin Pfarrerin Hildegard Renowann, Skruzmacher-Pfarrerin im Ruhestand aus Gummaringen.
00:00:13: Täglich römen wir uns Gottes und preisen seinen Namen ewiglich!
00:00:18: Das ist die Losung für diesen Tag Salm forty-nein.
00:00:24: Täklich römern wir uns Gottes und preisten seinen Namen ewiglich.
00:00:32: Heute ist mir nicht zum Gott loben, das kann ich aber sagen.
00:00:37: Heute habe ich erfahren dass eine Freundin fünfundsechzig Jahre eine schwere Krebserkrankung hat die nur wenige Kranke überleben.
00:00:48: Mir ist zum Klagen, zum Fragen und auch zu mich empören Denn meine Freundin hat jahrelang krebskranke Menschen als Krankenschwester begleitet.
00:01:01: nun wollte sie zusammen mit ihrem Mann in den gemeinsamen Ruhestand gehen.
00:01:09: Ich denke an Sie und bete für Sie und Ihren Mann, Ihre Kinder und Ihr erstes Enkelkind!
00:01:20: Dem Beter der Beterin des Vierundvierzigsten Psalms ist zum Gott loben.
00:01:28: Sie haben vielleicht etwas Schönes erlebt?
00:01:31: Sie können dankbar sein – vielleicht für eine gute Ernte für ein neugeborenes Kind, für ein gutes Gespräch.
00:01:40: Das Psalmgebet sagt wir loben Gott!
00:01:44: Es sagt nicht du musst Gott loben, egal wie dir ist.
00:01:49: das gefällt mir.
00:01:51: Lob kann man nicht befehlen.
00:01:55: Manchmal ist es ja so dass eine Veränderung der Perspektive für Ereignisse und Menschen für Dinge ein Lob ermöglicht.
00:02:07: Manchmal geht man achtlos durch die Tage, nimmt Erlebnisse was einem so begegnet gar nicht war oder merkt nicht dass man dies- oder jenes auch anders sehen könnte.
00:02:21: Was einem aber gerade im Weg steht Das drückt Stefan Rehm ein Journalist so aus Ich bin dankbar für die Steuern die ich zahle weil das bedeutet Für die Hose, die ein bisschen zu eng sitzt weil das bedeutet ich habe genug zu essen.
00:02:47: Für dass durcheinander nach der Feier da sich aufräumen muss, weil es bedeutet Ich war von lieben Menschen umgeben.
00:02:56: für den Rasen der Gemäht Die Fenster die geputzt werden müssen weil das Bedeutet Ich habe ein Zuhause!
00:03:06: Für die laut geäußerten Beschwerden über die Regierung Weil das bedeutet Wir leben in einem freien Land und haben das Recht auf freie Meinungsäußerung.
00:03:18: Für die Parklücke ganz hinten in der äußersten Ecke des Parkplatzes, weil das bedeutet ich kann mir ein Auto leisten!
00:03:29: Für die Frau in der Gemeinde, die hinter mir sitzt und falsch singt, weil es bedeutet dass sich gut hören kann.
00:03:37: für die Wäsche und den Bügelberg, weil dies bedeutet dass ich genug Kleidung habe.
00:03:44: Für die Müdigkeit und die schmerzenden Muskeln am Ende des Tages, weil das bedeutet ich bin fähig hart zu arbeiten.
00:03:52: Für den Wecker der morgens klingelt, weil es bedeutet mir wird ein neuer Tag geschenkt.
00:04:02: Liebe Zuhörerinnen lieber Zuhörer vielleicht zeigt ihnen dieser Tag Perspektiven.
00:04:08: diese bereichern.
00:04:09: Das wünsche ich Ihnen.
00:04:13: Haben Sie einen guten Tag mit herzlichen Grüßen, Ihre Pfarrerin im Ruhestand Hildegard Trinowans-Grützmacher.
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