26 08 26 Fabian Kunze
Shownotes
Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.
Transkript anzeigen
00:00:00: Sie hören die Tübinger Telefonandacht.
00:00:02: Herzlich Willkommen, schön dass sie da sind!
00:00:06: In dem Neutestamentlichen Text für heute betet Jesus in Johannes XVII Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst sondern das Du sie bewahrst vor den Bösen.
00:00:20: Wir leben in dieser Welt.
00:00:23: Manchmal, da wünschten wir es wäre eine andere oder wir würden endlich davon erlöst werden von all dem Hass der Ungerechtigkeit all dem Bösen und all der Schuld, Weltflucht.
00:00:38: Manche, die ins Kloster gegangen sind haben das gemacht um der Welt und ihren Anfechtungen und Ungerechtigkeiten zu entgehen.
00:00:46: andere Mönche und Nonnen überhaupt Geistliche sind absichtlich genau da reingesprungen in den Bodensatz der Gesellschaft und der Welt mitten unter abhängige ausgestoßene Abstoßende.
00:01:02: Winzins von Paul, Don Bosco oder Adolf Kolping sind bekannte katholische Beispiele für Menschen die sich den Menschen am Rand der Gesellschaft gewidmet haben und ihnen Perspektive geben wollten.
00:01:16: Auch evangelische Bespiele gibt es selbstverständlich.
00:01:19: einer der bekanntesten ist Johann Hinrich Wichern protestantischer Theologe und Begründer der inneren Mission.
00:01:27: er arbeitete mit verwahrlosen und armen Kindern und Jugendlichen und gründete, dass Raue Haus in Hamburg sein Ansatz war Menschen nicht einfach zu verwalten sondern ihnen durch Gemeinschaft Erziehung und Ausbildung eine neue Perspektive zu geben.
00:01:45: Alles Menschen die mitten in die tiefste dunkelste Welt reingesprungen sind bei Gott es ebenso gemacht hat.
00:01:55: Nicht alles Böse dieser Welt können wir heilen oder umkehren in gutes Verwandeln.
00:02:01: Manchmal, da geraten wir sogar selbst in die Gefahr runtergezogen zu werden.
00:02:08: Welches Böse begegnet uns tagtäglich?
00:02:12: Und wie gehen wir mit dem Bösen um vordem wir nicht fliehen sondern den wir uns stellen zum Beispiel pauschalem Hass mit entschlossener Freundlichkeit begegnen auch trotz schlechter Erfahrungen ein weiteres Mal vertrauen wagen sich dem Sog des Egoismus ergeben, sondern einen Sinn suchen und sehen darin für andere da zu sein.
00:02:36: Wenigstens einen Teil meiner Zeit und meiner Möglichkeiten dafür verwenden anderen etwas Gutes zu tun auch ohne dass ich etwas zurück erwarte.
00:02:47: Das können Tropfen auf einem sehr heißen Stein sein Ein flackendes Licht in schwarzer Nacht.
00:02:54: Aber daran sind wir nicht allein!
00:02:57: Jesus betete Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst sondern, dass Du sie bewahrst vor dem Bösen.
00:03:05: Ja wie wird man denn nun vor dem bösen bewahrt wenn es uns begegnet?
00:03:11: Erstmal ist ganz auffällig in Jesu Gebet das daß die Leute nicht selbst machen können Sondern das macht jemand anders!
00:03:20: Ich kann mich letztendlich nicht selbst vor dem bösen bewahren Das muss ein anderer machen.
00:03:27: ich kann mich nicht selbst aus dem Schlamm ziehen.
00:03:30: Deshalb brauche ich Gott in seiner Zugewandtheit, der sich eben selbst auch nicht ferngerhalten hat vom Dreck der Welt sondern reingegangen und sich schmutzig gemacht hat.
00:03:41: Gott ist nicht nur in den sauberen gut gepflegten und dekorierten Kirchengebäuden zu finden – er läuft jedem Menschen nach bis in den tiefsten Dreck!
00:03:51: Und selbst wenn hier mein Umfeld geradezu schaffen macht und ich am liebsten weglaufen und alles abschütteln würde… Gott is
00:03:58: da!"
00:03:59: bei mir.
00:04:01: Dass sie nicht vom Bösen überwunden werden und sich darin verlieren, sondern dass Sie immer einen Grund sehen ihr Licht scheinen zu lassen und dem Dunkeln ein Licht entgegenzusetzen das wünscht Ihnen Fabian Kunze Ihr Pfarrer aus ofterdingen.
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