26 09 01 Magdalene Schüsselin
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00:00:01: Herzlich willkommen zur Tübinger Telefonandacht!
00:00:05: Ein Felsabsturz im Himalaya letzte Woche löst eine riesige Schlammlawine aus, die ganze Dörfer unter sich bekräbt.
00:00:15: Zahlreiche Menschen sterben oder werden vermisst und das Ausmaß der Katastrophe wird erst nach und nach wirklich sichtbar.
00:00:27: Wie bei jeder Naturkatastrophe wie schnell alles zerstört werden kann, was Menschen über Jahre aufgebaut und geschaffen haben.
00:00:40: Und es ist wichtig das überlegt wird, was wir als Menschen tun können um solche Katastrophen zu verhindern – denn nicht alles aber vieles, was geschieht wäre nicht passiert wenn die Menschheit achtsammer mit ihrem Lebensraum Erde umgehen
00:01:00: würde.".
00:01:02: Gott hat die Menschen dazu berufen, die Erde zu bebauen und zu bewahren.
00:01:08: So steht es in der Schöpfungsgeschichte – ein schöner und verantwortungsvoller Auftrag mit viel Spielraum aber auch mit viel Verantwortung!
00:01:21: Doch wenn wir über den uns gesetzten Rahmen hinausgehen Wenn wir die Erde ausbeuten Und unsere Rolle als Geschöpf vergessen und uns selbst zum Schöpfer machen Dann hat das schlimme Konsequenzen.
00:01:38: Das ist nichts Neues!
00:01:40: Schon das Alte Testament berichtet von dem Hochmut und der Machtbesessenheit der Menschen, die in Babel einen Turm bauen wollten, der bis zum Himmel reicht.
00:01:52: Das Alte Testament berichtet auch von der Sinnflut – uns sieht die furchtbare Flutkatastrophe im Zusammenhang mit der Gottlosigkeit.
00:02:09: Bei der Flutkatastrophe letzte Woche und bei vielen anderen Katastrophen sind Menschen gestorben oder zu Schaden gekommen, die nicht schuldiger waren als andere Menschen, denen nichts passiert ist.
00:02:28: Wir dürfen – und wir können – nicht schlimme Ereignisse wie Krankheit- oder Katastrofen mit der Schuld Einzelner in Verbindung bringen.
00:02:39: Wir alle sind Teil dieser Welt!
00:02:43: Wir sind Teil einer Welt, die eben keine heile Welt ist und damit auch dem Schlimmen was in dieser Welt geschieht ausgeliefert.
00:02:56: Die Bibel ist das sehr ehrlich und sehr realistisch.
00:03:01: Sie berichtet von einer Welt und einer Menschheit damals wie heute, die ihren Schöpfer nicht achtet.
00:03:10: sie berichtet vor einer Welt die verletzt ist verwundert verloren eben nicht heil und vollkommen.
00:03:21: Aber die Bibel weist uns auch sehr deutlich darauf hin, wie wir als Einzelne in dieser verlorenen Welt doch leben und wirken können – und das Aller erste ist dabei die Achtung, die Ehrfurcht vor Gott dem Schöpfer!
00:03:44: In Jesaja-IV vers Vierundzwanzig dem heutigen Losungstext steht So spricht der Herr Dein Erlöser, der Dich von Mutter Leibe bereitet hat.
00:03:56: Ich bin der Herr, der alles schafft!
00:03:59: Der den Himmel ausbreitet allein und die Erde festmacht ohne Gehilfen.
00:04:07: Er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde.
00:04:11: Er braucht dazu keine Gehilfe, er braucht dazu auch uns nicht.
00:04:18: Wir sind Teil dieser Schöpfung – wir sind Gottes Geschöpfe.
00:04:24: Ohne ihn gebe es uns nicht.
00:04:26: Er hat uns im Mutterleib geschaffen, wunderbar und einzigartig!
00:04:34: Und wenn wir Gott missachten oder gar verachten und uns nicht mehr als sein Geschöpf sehen, dann schießen wir am Ziel unseres Lebens
00:04:45: vorbei.".
00:04:47: Das griechische Wort für Sünde, hamathia heißt übrigens überhaupt nichts anderes als Zielverfehlung.
00:04:59: Auch wenn das Leben jedes Menschen völlig unterschiedlich ist, auch wenn es ganz verschiedene Lebensentwürfe gibt und auch geben darf.
00:05:08: Wenn wir unsere Prioritäten verschieden setzen – Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, sein Leben zu leben.
00:05:17: Es gibt unterschiedliche Gaben.
00:05:21: Ein Leben ist ein Leben, dass Gott gefällt, wenn wir ihn achten und ehren als unseren
00:05:30: Schöpfer.".
00:05:32: und wenn wir uns selbst von ihm lieben, auch von ihm aus Schuld und Zwängen erlösen lassen.
00:05:40: Und wenn wir seine Schöpfung menschen- und naturliebevoll-und achtsam behandeln!
00:05:50: Ich wünsche uns, dass wir die Furcht und das Entsetzen über das Leid in unserer Welt zum Gebeten machen.
00:06:00: Bringen wir das Furchtebare mit Ehrfurcht vor Gott dem
00:06:04: Schöpfer.".
00:06:06: Bitten wir ihn um Vergebung und bitten wir ihn, um Gnade unbarm Herzlichkeit für die betroffenen und leidenden Menschen.
00:06:17: Und bitten wir ihm, dass er uns selbst zeigt wie wir in dieser unheilen Welt In seinem Namen wirken können damit seine Größe aber auch seine Liebe sichtbar wird Auch im ganz kleinen da wo wir heute unterwegs sind.
00:06:41: Herzliche Grüße, Magdalene Schüsselin, Pfarrerin und Seelzäugerin am Uniklinikum Tübingen.
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