26 09 20 Peter Rostan

Shownotes

Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.

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00:00:00: Willkommen bei der Tübinger Telefonantacht, heute ist der sechzehnte Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest.

00:00:06: Wir hören auf den Wochenspruch aus II.Demolius I. Verszenen Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.

00:00:21: Merken Sie wie diese Aussage angriffig ist?

00:00:24: Sie schiebt alle Macht- und Autorität von uns weg und spricht sie Jesus zu!

00:00:31: Viele Menschen sehen das heute wohl anders.

00:00:34: Die einen sagen, na wir sind doch dabei den Tod die Macht zu nehmen!

00:00:40: Nicht irgendeiner sondern wir, die wir kreativ in Laboratorien arbeiten und genetische Codes entschlüsseln.

00:00:49: Im Gemenge unserer Retorten regt sich doch das Leben Und da führt der Tod nur noch Rückzugsgefechte.

00:00:57: Für uns ist er tot nur ein technisches Problem dass wir mehr und mehr in den Griff bekommen werden.

00:01:05: Andere behaupten wiederum, das Leben sei etwas ganz Natürliches und der Tod dann eben das Ende – Der Stillstand der organischen Reaktionen, der Zerfall der Zellen, eben erschöpfte Energie!

00:01:19: Man solle dem Tod keine weitere Bedeutung beimessen denn die Macht des Todes sei doch nicht mehr als die Macht der Natur.

00:01:28: Und wiederum andere sagen Wir selbst sind doch die Macht des Todes, der Mensch ist sein eigener Sensemann.

00:01:36: Seht ihr denn nicht was täglich passiert an Mord und Totschlag?

00:01:40: Auch an Unbeabsichtigten und dennoch von Menschen hervorgerufenen Todesfolgen?

00:01:46: Schaut euch nur um!

00:01:48: Wir selbst zerstören unsere eigene Lebensgrundlage.

00:01:52: Und wie ist das mit sich schnell ausbreitenden tödlichen Krankheiten Epidemien, die zu Pandemien werden?

00:02:00: und das letztlich ist doch der Preis unserer globalen Mobilität ja.

00:02:06: Der ganze Preis der Globalisierung.

00:02:08: auch diesen Preis müssen wir also tragen.

00:02:12: so hat man auch in Coronazeiten manchmal verbittert gesagt Ja So denken die einen Wir werden dem Tod die Macht nehmen Und die anderen sagen wir selbst sind die Macht des Todes.

00:02:27: Es ist ein heftiger Streit im Gange zwischen denen, die alles Leben aus Hand und Verstand des Menschen erwarten – und denen, wie die Menschen nur noch ihr eigenes Grab schaufeln sehen.

00:02:38: Aber immer steht dabei der Mensch im Mittelpunkt!

00:02:43: Und in diesen Streit mischt sich nun das Evangelium ein, indem es auf Jesus Christus als den vom Tod Auferstandenen verweist Ja, ihn den Fürsten des Lebens nennt.

00:02:58: Unter seine Herrschaft wollen wir uns stellen und dabei lernen das Leben wehrzuschätzen und zugleich auch nicht am bevorstehenden Tod zu verzaken Denn wir werden diesen Tod nicht in den Griff bekommen.

00:03:12: So weit reicht unsere Macht als Menschen nicht.

00:03:16: Aber ja...und es ist ein großes aber!

00:03:20: Aber Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen.

00:03:24: Er hat das Leben ans Licht gebracht, ein unvergängliches Wesen.

00:03:29: Er hat es ans Licht gemacht durch das Evangelium und vor allem durch den großen Glanz des Ostermorgens der doch auch immer noch nur ein Abglanz ist von dem kommenden großen Ostermorgen, der die ganze Menschheit umfassen wird.

00:03:47: Und es grüßt Sie herzlich Ihr Pharapeeter Rostan aus Gomeringen!

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