26 09 21 Julia Kling

Shownotes

Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zur Tübinger Telefonandacht am XXI.

00:00:05: September!

00:00:06: Schön, dass Sie dabei sind und sich einen Moment Zeit nehmen für die Tageslosung.

00:00:10: – liebe Hörerin, lieber Hörer!

00:00:14: Die heutige Tageslosungsstammt aus dem Mund einer Frau, die lange gewartet hat.

00:00:20: Hannah sagt «Nun hats mir der Herr gegeben was ich von ihm erbeten habe».

00:00:28: Hannah hatte einen großen Wunsch Sie wünscht es sich ein Kind.

00:00:33: Doch jahrelang blieb dieser Wunsch unerfüllt?

00:00:37: Wer lange auf etwas wartet, kennt das vielleicht!

00:00:41: Man bittet und hofft, man betet – und trotzdem verändert sich nichts.

00:00:47: Vielleicht geht es gar nicht um einen Kind, vielleicht wünschen sie sich Gesundheit oder Frieden in der Familie.

00:00:56: Vielleicht hoffen sie auf einen Menschen, der ihnen nahe steht oder auf eine Antwort wie ihr Weg weitergehen soll.

00:01:05: Hannah hat ihre Sehnsucht nicht versteckt, sie bringt sie zu Gott!

00:01:09: Sie betet ehrlich mit Tränen, mit allem was sie bewegt.

00:01:15: Ach Herr Zeberott, zieht das Elend deiner Macht an.

00:01:19: Denk doch an mich und vergiss deine Macht

00:01:22: nicht!".

00:01:23: So lesen wir es im ersten Buch Samuel Kapitel I. Schließlich wird Hannas Gebet erhört.

00:01:33: Samuel, das bedeutet von Gott erhört oder von Gott beten.

00:01:40: Als Menschen machen wir aber auch die andere Erfahrung – dass wir beten und vergeblich warten, dass wir trotzdem Abschied nehmen müssen, dass das was wir uns vom Herzen wünschen nicht erfüllt wird.

00:01:56: Gott erfüllt nicht jeden Wunsch so wie wir das wollen!

00:02:01: Aber Hannah erinnert uns daran dass wir mit unseren Sehnsüchten zu Gott kommen dürfen.

00:02:07: Nichts ist ihm zu klein, nichts isst ihm zu groß!

00:02:12: Wir dürfen darauf vertrauen, daß Gott uns hört.

00:02:16: Jesus selbst lädt uns dazu ein.

00:02:19: Er sagt, bittet so wird euch gegeben sucht zur werdet ihr finden klopft an so wird Euch aufgetan.

00:02:29: Bitten heißt nicht, Gott einen Wunschzettel zu schreiben.

00:02:34: Beten heißt, das eigene Leben in seine Hände zu legen.

00:02:40: Manchmal schenkt Gott worum wir bitten, manchmal schenkte er etwas anderes und manchmal bleibt eine Bitte offen – Wir verstehen nicht warum!

00:02:52: Wir warten, fragen uns ob Gott uns hört.

00:02:57: Gerade dann wird etwas Wichtiges deutlich.

00:03:01: Gottes größte Gabe ist nicht die Erfüllung all unserer Wünsche.

00:03:07: Seine größte Gabe ist er selbst.

00:03:12: Manchmal schenkt Gott, worum wir bitten.

00:03:14: Manchmal schenkte er etwas anderes aber immer schenke er sich selbst und das ist das größte Geschenk überhaupt!

00:03:24: Es will nicht allein sind mit dem was uns beschäftigt.

00:03:29: Klart sie ein zum Gebet dass wir Gottes sagen was uns auf dem Herzen liegt ehrlich und ohne große Worte so wie Hannah.

00:03:41: Gute Gott, du kennst die Wünsche und Hoffnungen meines Herzens.

00:03:48: Du weißt worauf ich warte!

00:03:51: Du weisst was mich belastet.

00:03:54: Du weiß auch, was ich kaum auszusprechen wage.

00:03:59: Danke dass ich mit allem zu dir kommen darf.

00:04:04: Danke für alles Gute das du mir schenkst.

00:04:07: Für Menschen, die mich begleiten.

00:04:10: Für Freude und Hoffnung.

00:04:14: Dort Wo meine Bitten unerfüllt bleiben, haltet du mich fest.

00:04:21: Lass mich darauf vertrauen, dass du mich hörst und mich nicht alleine lässt!

00:04:27: Durch Jesus Christus.

00:04:31: Amen.

00:04:33: Herzlich Grüß Sie aus Blitzhausen, Ihre Pfarrerin Julia Kling.

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