26 10 01 Michael Knöller
Shownotes
Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.
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00:00:01: Willkommen zu Tübinger Telefonandacht am Donnerstag, dem ersten Oktober.
00:00:06: Die Losung am heutigen Donnerstag steht im Psalm seventy-first zwanzig Gott.
00:00:12: du lässt mich erfahren viel Angst und Not Und machst mich wieder lebendig.
00:00:19: Im Salm wendet sich ein älterer Mensch im Gebet also im Gespräch an Gott.
00:00:24: Er sieht zurück auf sein bisheriges Leben Auf seine bisherige Lebensgeschichte mit Gott.
00:00:31: Seit Gott ihn aus dem Mutterleib gezogen hat, wie es im Psalm heißt?
00:00:36: Hat der Mensch sich auf Gott bezogen.
00:00:38: Seit er den Mutterleip verlassen hat, hat er sich auf God verlassen.
00:00:43: Für mich sind das eindrückliche Worte, wie jemand sein Leben verstehen kann.
00:00:48: So dass Gott es ist, der uns durch unsere Eltern ins Leben schickt.
00:00:52: Damit wir was erleben!
00:00:54: Damit wir mit ihm etwas erleben damit die Beziehung, die Gott zu uns hat von Anfang an irgendwann erwiedert wird und es zu einer gegenseitigen Beziehung wird, zur Religion.
00:01:06: Denn das ist es ja was das Wort bedeutet – sich beziehen auf Gott!
00:01:12: Sein Leben nicht isoliert, sich alleine nur sehen sondern auf Gott bezogen.
00:01:19: Eine Beziehungen die nicht von Höhepunkt zu Höhelpunkt eilt Sondern auch Belastungen ausgesetzt sind.
00:01:27: Belastungsaushalten muss wie das nun mal in jeder Beziehunge der Fall ist.
00:01:32: Du lässt mich erfahren, viel Angst und Not", sagt der Beta.
00:01:36: Das Leben als Herausforderung, als Test-, als Bewerbungsprobe für den Glauben.
00:01:44: Nur weil man ein religiöser Mensch ist bleibt einem ja nichts erspart.
00:01:48: Alle Menschen müssen durch Angst und notdurch!
00:01:50: Die Frage ist nur wie gehen wir damit um?
00:01:54: Der Beta erzählt, wie er schon als Kind, als Jugendlicher Glaube erlebt hat Als etwas, das ihm Sicherheit gegeben hat.
00:02:02: Geborgenheit Glaube als ein Zufluchtsort und Schutzraum Nicht vor dem Leben Aber mitten im Leben.
00:02:11: Dafür findet der Peter schöne eindrückliche Bilder Die er mit Gott in Verbindung bringt.
00:02:17: Du bist mein Fels sagt er.
00:02:20: Er meint damit Gott.
00:02:21: Das ist Fundament-und Grundlage.
00:02:24: Ein Fundament eine Grundlage die sicher ist Die stabil ist Im Auf und Ab des Lebens die ihm Wanken und Schwanken Sicherheit und Stabilität verleiht.
00:02:36: Und er sagt, du bist meine Burg!
00:02:39: Ein feste Burg ist unser
00:02:41: Gott!".
00:02:42: Hat Martin Luther aus diesen Worten gedichtet in seinem Hauptlied der Reformationsbewegung?
00:02:48: Der Psalmbeter sagt im Gebet zu Gott, Du lässt mich erfahren viel Angst und Not.
00:02:54: an dieser Erfahrung kommt keiner vorbei dieses Gefühl das alles eng wird sinnlos hoffnungslos Man selber hilflos und perspektivlos.
00:03:06: Das Gott verschwunden ist hinter den Wolken von Zweifeln, Angst, Not und Sogen.
00:03:12: Dass das Leben verrinnt und versickert.
00:03:16: Aber sagt der Peter dann und dieses aber markiert einen Wendepunkt Du machst mich wieder lebendig.
00:03:24: Wiederbeleben nennen die Ärzte Reanimation.
00:03:28: Ein Patient erleidet ein Herzstillstand, du musst reanimiert werden.
00:03:32: Das Herz schlägt wieder.
00:03:33: das Leben kommt wieder in Gang der Mensch lebt.
00:03:38: Glaube als Reanimation.
00:03:41: In dem Wort steckt Anima das lateinische Wort für Seele.
00:03:45: Du machst meine Seele lebendig!
00:03:48: Da steht am Anfang des Lebens wenn Gott der Schöpfer uns das Leben schenkt.
00:03:54: Du machst Meine Seele wieder lebendigt.
00:03:57: Ja, Gottes schöpferisches Handeln darf nicht aufhören.
00:04:02: Wo wir erschöpft sind, wo unser Herz tot müde ist unsere Seele Angst und Not leidet da reanimiert Gott meine Seele.
00:04:12: Gib mir einen Impuls holt mich raus bringt mich weiter holt ich aus der Tiefe macht mich wieder lebendig lässt meine Seeleh glauben hoffen wieder neu beten und singen.
00:04:26: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt.
00:04:28: Damit ich lebe sing mir!
00:04:32: Ich wünsche Ihnen einen guten und wenn es sein darf, leichten Tag.
00:04:36: Ihr Pfarrer Michael Knöller Frondorf.
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