26 09 30 Michael Knöller

Shownotes

Im Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine (bekannt auch durch den Herrnhuter Weihnachtsstern) findet sich täglich neu ein Bibelwort als Hilfe und Inspiration für die Tag. Die alttestamentlichen Texte werden ausgelost, die neutestamentlichen Ergänzungen durch ein Redaktionsteam hinzugefügt.
Die Autorinnen und Autoren gestalten ihre Andachten als Ergänzung zur Lektüre des Losungsbuches. Sie stehen aber auch für sich, können also auch ohne das Losungsbuch gehört werden.

Transkript anzeigen

00:00:01: Willkommen zu heutigen Telefonandacht am Mittwoch, dem dreißigsten September.

00:00:06: Die heutige Losung steht in der zweiten Chronik, Kapitel fifteen fürs zwei.

00:00:12: Wenn ihr den Herrn sucht wird er sich von euch finden lassen.

00:00:17: Verstecken werden sie als Kind gern gespielt haben.

00:00:21: Da ist ja der Reiz das man nicht gefunden wird weil das Versteck gut ist.

00:00:27: Da kann aber auch manchmal die Enttäuschung lauern, gerade weil man nicht gefunden wurde.

00:00:32: Weil der Sucher keine Lust mehr hatte zu schnell aufgab und man im Versteck sitzen bleibt.

00:00:38: Vielleicht mag sich Gott so manchmal ab und zu fühlen denn wir leben wie die Soziologen sagen in einer Zeit der religiösen Indifferenz.

00:00:49: ein komplizierter Begriff für die Gleichgültigkeit oder das Desinteresse an Religion Glaube und Gott.

00:00:57: Im Leben von immer mehr Menschen spielt Gott schlicht und ergreifend keine Rolle.

00:01:01: Der Himmel ist leer, die Regale sind voll!

00:01:04: In einer Welt des Überflusses ist Gott für viele schlichtweg überflüssig geworden.

00:01:10: Gott wird nicht aktiv abgelehnt oder bekämpft er es schlicht viel negal.

00:01:16: Das Leben wird ja auch ohne Religion als vollständig empfunden.

00:01:20: Es gibt keine Lehrstelle solange es an nichts fehlt, fehlt Gott nicht.

00:01:25: der Mensch lebt aus sich selbst und für sich selbst.

00:01:30: Er scheint nun mal so zu sein, erst die Not lehrt beten – und wo keine Not da keine Notwendigkeit zum Gebet zur Religion für Gott.

00:01:42: Die Not lehrt beten aber sie leert auch denken!

00:01:47: Und wer immer satt ist der betet nicht viel und denkt nicht viel meinte schon vor über hundert Jahren der Schriftsteller Theodor Fontane Wenn ihr Gott sucht, wird sich Gott finden lassen.

00:02:02: Davon mal abgesehen wie sich andere Menschen zu Gott Religion und Glaube verhalten ist das ein Satz der mich heute anspricht.

00:02:10: Er erinnert mich an meine Geschichte mit Gott Und Gottesgeschichte Mit mir.

00:02:17: Ich schau zurück ich spüre nach und spüre auf die Fußspuren Gottes in meiner Lebensgeschichte.

00:02:26: Was habe ich bisher mit Gott erlebt?

00:02:28: Wo hab' ich ihn gebraucht, wo konnte er mich nicht brauchen.

00:02:32: Wo waren die Momente, wo ich ihn auch nicht brauchen konnte, wo auch ich zu Gott auf Distanz

00:02:38: ging.'.

00:02:40: Ich schaue zurück, spüre nach und spüre Gott in meiner Lebensgeschichte auf.

00:02:49: Wie ist Ihre Geschichte mit Gott?

00:02:52: Ich schau' mich um!

00:02:54: Ich sehe andere Menschen, die mit mir Gemeinde leben, die Christenmenschen

00:02:58: sind.".

00:02:59: Wir sind miteinander unterwegs, wir können uns inspirieren.

00:03:02: Wir können uns gut tun!

00:03:04: Wir können miteinander singen, beten und zuhören – uns Gutes zusprechen.

00:03:09: Wir kann uns austauschen, wir kann uns halten und wir können us

00:03:13: aushalten.".

00:03:15: Die Not lehrt Beten.

00:03:18: Ich versuche es nochmal mit diesem Satz.

00:03:20: Den Not bedeutet doch auch sich einzugestehen?

00:03:26: Ich kann mir nicht selbst alles geben.

00:03:31: Dann hat Not mit Offenheit zu tun, einer Offenzeit in der man sich innerlich aufmacht und sucht und dann bereit ist auch was für sich zu finden, für sich etwas herauszufinden, was halt geben kann, was Sinn geben kann ,was Glück verspricht jenseits all dessen was uns käuflich angeboten wird.

00:03:55: ich denke an die Jugendlichen die sich konformieren lassen.

00:03:58: Zeit, die Jugend ist ja auch eine Zeit des Aufbruchs und damit der Offenheit.

00:04:04: Die sind keine Kinder mehr und noch keine Erwachsenen?

00:04:08: Die Jugendlichen haben Fragen!

00:04:10: Sie sind am Suchen, sie suchen sich selbst, sie untersuchen was ihrem Leben ein halt und ihrer Persönlichkeit Stabilität geben kann.

00:04:21: Das wollen sie herausfinden Und Gott Mit seiner Zusage, mit seinem Segen kann für sie dabei ein wichtiger Faktor werden und im Lauf des Lebens bleiben.

00:04:34: Ich denke an all die Menschen für die Zusammenbrüche zu aufbrüchen wurden.

00:04:40: Sie erlebten das was brüchig wird Das was endet oder sich verändert Und dass sie sich neu sortieren Neu orientieren müssen Aufbrechen müssen Oder aufbröchen wollen innerliche, äußerliche Aufbrüche erleben.

00:04:57: das hat dann auch wieder mit Offenheit zu tun.

00:05:01: Da kann ein Mensch auf einmal anfangen wieder zu suchen nach einem Grund Nach einer soliden Grundlage nach einem stabilen Fundament für sein Leben und findet auf diese Weise Zu Gott Beziehungsweise lässt Gott zu sich finden Denn auch dafür bin ich dankbar Glauben zu dürfen dass Gott in Jesus Christus sich aufmacht um nach uns zu suchen, um uns zu finden.

00:05:33: Ich wünsche Ihnen einen guten und wenn es sein darf, leichten Tag!

00:05:37: Ihr Pfarrer Michael Knöller Frondorf.

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